Abgang der EZB-Chefin, Mercedes-Gewinnwarnung, Meta-Milliarden (Wochenrückblick)
Christine Lagarde verlässt die EZB schon im Februar, Mercedes senkt wegen des China-Einbruchs seine Gewinnprognose und Meta will bis zu 95 Milliarden Dollar für KI einsammeln. Dazu kommen ein Rekordquartal in Frankfurt und eine überraschend gute Nachricht zur deutschen Konjunktur. Hier sind die fünf Nachrichten der letzten Woche, die Sie kennen sollten.
DZB
02.11.2026 · 06:05 Uhr
KW 44 ▪ 26.10. bis 30.10.2026
Was hat die Wirtschaft letzte Woche bewegt? Jeden Montag blicken wir hier kurz zurück auf die Top-News pro Tag, von Montag bis Freitag.
Die Leserinnen und Leser von »Fünf nach Sechs« kannten diese Themen schon am selben Abend. Und sie wissen: Das hier sind nur fünf von allen relevanten News, die man aus der vergangenen Woche kennen sollte. Noch nicht dabei? Hier kostenlos anmelden »
MONTAG (26.10.2026):
Meta plant Mega-Kapitalerhöhung für KI-Offensive
Meta plant eine massive Kapitalerhöhung, um seine KI-Offensive zu finanzieren. Der Facebook-Mutterkonzern will bis zu 95 Mrd. US-Dollar einsammeln, davon zunächst 35 Mrd. US-Dollar über Aktienangebote und später bis zu 60 Mrd. US-Dollar über ein Börsenprogramm. NVIDIA, AMD und Broadcom haben unverbindliches Interesse an Aktien im Wert von insgesamt bis zu 5 Mrd. US-Dollar signalisiert. Erstmals sollen auch stimmrechtslose Aktien der Klasse C ausgegeben werden. An der Börse kommen die Pläne gut an, berichtet das Handelsblatt. Meta sammelt bis zu 95 Milliarden für KI-Entwicklung ein
DIENSTAG (27.10.2026):
Mercedes schockt Anleger mit Gewinnwarnung
Mercedes-Benz senkt wegen der Absatzkrise in China und steigender Kosten seine Gewinnprognose für 2026 deutlich. Statt eines Gewinnanstiegs von mindestens 15 Prozent erwartet der Autobauer nur noch ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau von rund 5,8 Mrd. Euro. Die Auslieferungen in China brachen in den ersten neun Monaten um 29 Prozent ein. Die erwartete Umsatzrendite der Pkw-Sparte wurde von drei bis fünf auf zwei bis drei Prozent gesenkt. Die Mercedes-Aktie stand in der Folge deutlich unter Druck, berichtet das Handelsblatt. China-Debakel und Irankrieg – Mercedes senkt Gewinnprognose deutlich
MITTWOCH (28.10.2026):
Deutsche Bank weiter auf Rekordkurs
Die Deutsche Bank setzt ihre Rekordjagd fort. Im dritten Quartal stieg der Vorsteuergewinn um 8 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro, der Nettogewinn legte um 2 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zu. Haupttreiber war erneut das Investmentbanking mit einem Vorsteuergewinn von 1,1 Mrd. Euro. Die Fondstochter DWS sammelte rekordhohe 30,9 Mrd. Euro an neuen Kundengeldern ein. Konzernchef Christian Sewing erwartet für 2026 Erträge von mehr als 33 Mrd. Euro und will im Januar neue, ambitioniertere Ziele vorstellen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Deutsche Bank meldet dritten Rekordgewinn in Folge
DONNERSTAG (29.10.2026):
EZB belässt Leitzinsen unverändert – Lagarde tritt vorzeitig ab
Die EZB hat wie erwartet die Leitzinsen bei 2,5 Prozent belassen. Sie folgt damit der US-Notenbank Fed, die am Vorabend die Zinsen unverändert beließ. In ihrer Begründung verwies die EZB auf den weiteren Anstieg der Energiepreise, der den Inflationsdruck verschärfe und Abwärtsrisiken für die Wachstumsaussichten mit sich bringe. Kernthema ist aber das überraschende, vorzeitige Ausscheiden von EZB-Chefin Christine Lagarde zum 7. Februar. Die Nachfolgediskussion überschattet damit die Zinsdebatte und die Probleme in Frankreich. Das Handelsblatt informiert in einem Liveblog über die aktuellen Entwicklungen.
FREITAG (30.10.2026):
Deutschlands Wirtschaft erholt sich überraschend
Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend um 0,2 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten überwiegend mit einer Stagnation gerechnet. Trotz Belastungen durch das Niedrigwasser am Rhein setzte sich die Erholung damit fort. Während der Konsum leicht zulegte, gingen die Investitionen zurück und das Exportwachstum schwächte sich ab. Haupttreiber bleiben laut Tagesschau staatliche Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Ökonomen warnen jedoch, dass der Aufschwung ohne stärkere private Investitionen noch nicht nachhaltig ist. Deutsche Wirtschaft wächst überraschend
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