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Lula gewinnt Stichwahl in Brasilien
LBBW
26.10.2026 · 09:20 Uhr
Lula mit knapp 52 % vorn
Luiz Inacio Lula da Silva hat die Stichwahl um die brasilianische Präsidentschaft mit knapp 52 % der Stimmen gewonnen. Herausforderer Bolsonaro machte allerdings deutlich, dass er seine Niederlage nicht anerkennt und die Wahl anfechten wird. Die daraus resultierende Unsicherheit belastet die Märkte: Ein Brasilien-ETF verlor in Tokio zeitweise bis zu 16 %. Die US-Aktienmärkte hatten am Freitag schwächer geschlossen, der S&P 500 verlor 0,52 %, der Nasdaq Composite 0,21 %. Zentraler Treiber war ein weiteres Mal der Ölpreis: Brent sprang am Freitag um 3,1 % auf 116,72 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mai, nachdem Angriffe der Huthi saudische Ölinfrastruktur getroffen hatten. Heute Morgen gibt Brent auf rund 114 US-Dollar nach. Die asiatischen Aktienmärkte starten uneinheitlich in die neue Woche: Energiewerte stützen Topix und Hang Seng, während Kospi und CSI 300 unter dem fortgesetzten Ausverkauf bei KI-Titeln leiden. Die europäischen Futures deuten aktuell auf einen um 0,3 % festeren Auftakt hin.
Moody's bestätigt Frankreich-Rating
Am europäischen Creditmarkt haben die Risikoaufschläge den höchsten Stand seit 17 Monaten erreicht. Der iTraxx Crossover weitete sich in der vergangenen Woche um 23,6 Bp auf 340,7 Bp aus. Dahinter stehen nicht zuletzt Zweifel an der Tragfähigkeit der KI-bedingten Verschuldung. Staatsanleihen profitierten dagegen in der vergangenen Woche von ihrem Status als sicherer Hafen - die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen und US-Treasuries gaben jeweils rund acht Basispunkte nach. Sonderfall Frankreich erhielt am Freitagabend etwas Rückenwind: Moody's bestätigte nach Handelsschluss das Rating Aa3 mit negativem Ausblick.
Woche der Notenbanken
Zum Wochenauftakt steht um 10:00 Uhr das Ifo-Geschäftsklima im Mittelpunkt des Interesses. Wir erwarten mit 90,4 Punkten einen Wert über dem Konsens von 90,1 und damit den sechsten Anstieg in Folge. Im weiteren Wochenverlauf rücken die Notenbanken in den Mittelpunkt: Die Fed entscheidet am Mittwoch, die EZB am Donnerstag. Beide dürften zunächst die Füße stillhalten. Entscheidend ist weniger der aktuelle Beschluss als die Frage, ob die Währungshüter der festen Markterwartung einer Zinsanhebung im Dezember entgegentreten. Wir erwarten dies nicht. Vielmehr gehen wir davon aus, dass EZB-Präsidentin Lagarde einen indirekten Wink in Richtung einer Zinsanhebung im Dezember geben wird. Auf Unternehmensseite bestimmt weiterhin die US-Berichtssaison die Nachrichtenlage: Im Wochenverlauf berichten u.a. Alphabet, Microsoft und Amazon - ein weiterer Realitätstest für die KI-Euphorie.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |
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