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Verbio: E20-Debatte belebt die Aktie

Die Diskussion über einen höheren Bioethanol-Anteil im Benzin gibt der Verbio-Aktie neuen Auftrieb. Zugleich hat sich das Geschäft des Biokraftstoffherstellers zuletzt deutlich erholt. Nun richten sich die Blicke auf die nächsten Quartalszahlen.

DZB

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28.10.2026 · 12:20 Uhr

Verbio produziert Biodiesel, Bioethanol und Biomethan. Parallel zum deutsch-französischen Vorstoß zur Lockerung des Verbrenner-Aus wirbt Verkehrsminister Bilger für E20. Beim diskutierten E20-Benzin wäre der Ethanolanteil mit bis zu 20 Prozent doppelt so hoch wie bei E10. Eine höhere Beimischung könnte die Nachfrage und damit die Margen im Bioethanolgeschäft steigern. Beschlossen ist die Einführung allerdings noch nicht. Parallel erschließt sich Verbio mit biobasierten Spezialchemikalien einen neuen Markt. Anfang Oktober ging dafür eine neue Produktionsanlage in Bitterfeld in Betrieb.

Im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2025/26 stieg das EBITDA von 14,2 Mio. auf 193,9 Mio. Euro. Für 2026/27 stellt das Management bislang 210 Mio. bis 250 Mio. Euro in Aussicht. Nach hohen Investitionen will Verbio die neuen Kapazitäten besser auslasten und den Cashflow steigern. Am 12. November folgen die Zahlen zum ersten Quartal. Die Analysten sind im Vorfeld sehr optimistisch: Laut FactSet liegt das Kursziel der vier erfassten Researchhäuser im Durchschnitt bei 45 Euro. Selbst das niedrigste Ziel von 40 Euro liegt rund 30 Prozent über dem aktuellen Kurs von etwa 30,50 Euro. Allerdings ist die Aktie extrem volatil. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate schwankte sie zwischen knapp 15 Euro und gut 47 Euro.

Diese starken Kursschwankungen bescheren strukturierten Produkte attraktive Konditionen. Ein bis Ende 2027 laufendes Discountzertifikat der DZ Bank mit einem Cap knapp unter dem aktuellen Aktienkurs beinhaltet eine Ertragschance von über 30 Prozent (26 Prozent p.a.), ohne dass die Aktie dafür auch nur einen Cent steigen muss. Verluste beginnen erst bei Kursrückgängen der Aktie von rund 25 Prozent und fallen moderater aus als bei einem Direktinvestment. Dafür sind die Gewinnchancen nach oben begrenzt (DN3KP1).

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Quelle: DZB. Für Inhalte Dritter übernehmen wir keine Haftung.

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